#MOBILITÄTSMEINUNGEN II

pfeil.JPG In unregelmäßigen Abständen soll es an dieser Stelle immer wieder Beobachtungen und Meinungen zur Mobilität in Osnabrück geben. Heute berichten wir über den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Osnabrück.

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Zum Einstieg ein wenig unnützes Wissen: Wie würden Sie Personen nennen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen? Im Zweifel doch Fahrgäste, oder? Der Gesetzgeber sieht dies anders. Für diesen sind Sie keine Gäste. Sie sind „Beförderungsfälle“. Laut § 8 „Förderung der Verkehrsbedienung und Ausgleich der Verkehrsinteressen im öffentlichen Personennahverkehr“ des Personenbeförderungsgesetz (PBefG) Absatz (1) ist „Öffentlicher Personennahverkehr im Sinne dieses Gesetzes [ist] die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Verkehrsmittels die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt.“

In den Bussen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück, kurz VOS, fühle ich mich jedoch als Gast. Sollten Sie nicht so empfinden: Jeder Hotelgast wird auch die ein oder andere schlechte Erfahrung gemacht haben mit einem Hotelier gemacht haben – Ausnahmen bestätigen die Regel und jeder hat mal einen schlechten Tag. In Osnabrück hatte ich allerdings wirklich nur Ausnahmen. Da ich beruflich viel unterwegs bin und vor Ort immer den ÖPNV nutze, kann ich das nur bestätigen. In Teilen Deutschlands sind die „Kraftfahrzeugführer“ mit unter dermaßen unfreundlich, dass man ihnen gerne den Begriff der Kundenzufriedenheit nahe legen möchte… doch ich schweife ab.

Was mir im Osnabrücker Personennahverkehr besonders zu den Stoßzeiten auffällt: Morgens und mittags herrscht reiner „Schulbetrieb“. Man mag meinen, dass die Busse morgens nur fahren, weil der Transport von Schulkindern eine wichtige Einnahmequelle ist. Wen treffe ich sonst an, wenn ich den Bus in Osnabrück benutze? Häufig sind es ökonomisch schlechter gestellte Menschen. Den/Die durchschnittlich Verdienende(n) trifft man in Osnabrücker Bussen selten und seine/ihre Chefs fast gar nicht. Warum ist das so? Diese Frage stelle ich mir seit geraumer Zeit. Ich habe in deutlich kleineren Kommunen wesentlich mehr Menschen aller Schichten den Bussen nutzen sehen – bei deutlich teureren Abopreisen. Der Preis kann daher nicht der Grund sein. Sind es die Fahrzeiten oder die Taktung? Warum nutzt der Osnabrücker seinen öffentlichen Nahverkehr kaum, um zur Arbeit zu gelangen?

pfeil.JPG Ich möchte es wissen, warum nutzen Sie den ÖPNV in Osnabrück nicht? Bitte schreiben Sie mir Ihre Gründe in die Kommentare!

 

 

Categories: #MOBILEZUKUNFT

3 replies »

  1. Warum? Man sollte mal einfach Bus fahren um das herauszufinden. Sehr unpünktliche Busse, häufig fällt hier und da mal einer aus, so dass man es sich eine halbe Stunde am verdreckten Bushäuschen bequem machen kann. Die Anzeigetafel ist ein Witz, da springt die Ankunftszeit des nächsten Busses von 2 Minuten auf 8, auf 15, dann ganz weg, dann wieder da auf 5……und dann komm der Bus irgendwann vorbei. Dann die Busfahrer, sowas von unhöflich. Viele haben einen Fahrstil…die sind wohl zu oft auf der Kartbahn gewesen. Es ist teilweise schon sehr schwierig sich fest zu halten während der Fahrt. Vorausschauendes Fahren ist hier nicht vorhanden (trotz der hohen Versntworting für die Menschen an Bord). Wie schon erwähnt, Mittags und Morgen bitte nicht einsteigen, denn es geht gar nicht, so voll sind die Busse gestopft. Und das ist nicht einmalig, sondern das sind passiert täglich. Und wenn man dann noch an jeder Ecke Werbung mit fröhlichen Stadtwerkeangestellten sieht, dann fragt man sich wirklich ob es da keine Art von Selbstreflexion gibt. Busfahrten in Osnabrück mach einfach keinen Spaß.

  2. Pingback: essayforme

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