#MOBILITÄTSFORUM V

pfeil.JPG Mit Verhaltensalternativen und gegenseitiger Rücksichtnahme den Mobilitätswandel in der Friedensstadt Osnabrück fördern: Am 29. Januar 2018 beantwortete Mobilitätsforscher Prof. Dr. Stephan Rammler in einem Sofagespräch Fragen der Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger.

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Volles #PROJEKTBÜRO: Das #MOBILITÄTSFORUM V lockte zahlreiche Besucher zum Berliner Platz 1. / Foto: Stadt Osnabrück Hermann Pentermann

Im Rahmen des Projektes MOBILE>E ZUKUNFT war Prof. Dr. Stephan Rammler, Mobilitäts- und Zukunftsforscher, der in der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig arbeitet, am vergangenen Donnerstag zu Gast in Osnabrück. Im neuen #PROJEKTBÜRO am Berliner Platz 1, welches von Stadtwerke- und Stadtmitarbeitern seit November letzten Jahres bezogen wurde, berichtete er in einem lockeren Sofagespräch über das Thema „Warum der Mobilitätswandel nicht Verzicht sondern Bereicherung ist…“ und stellte dazu verschiedene Thesen vor.

Knapp 100 interessierte Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger folgten am Donnerstagabend der Einladung zum bereits 5. #MOBILITÄTSFORUM des Gemeinschaftsprojektes Mobil>e Zukunft von Stadt und Stadtwerken Osnabrück. „ Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher in unserem Projektbüro und das damit verbundene Interesse an dem so wichtigen Thema“, freuen sich Brigitte Strathmann, Stadt Osnabrück und Joachim Kossow, Stadtwerke Osnabrück, die gemeinsam verantwortlich für das Projekt sind.

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Viele Besucher auf dem #MOBILITÄTSFORUM V im #PROJEKTBÜRO / Foto: Stadt Osnabrück Hermann Pentermann

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„Auf dem Fußweg zu dieser Veranstaltung stand ich eine Zeit lang an einer roten Ampel und habe mich über das große Verkehrsaufkommen durch den Autoverkehr und die schlechte Luft erschrocken“, leitete Rammler das Gespräch ein. „Die Entwicklung von Alternativen zum Auto sei daher von großer Bedeutung und in diesem Zusammenhang die Bereitschaft jedes einzelnen sein Mobilitätsverhalten ändern zu wollen“, so Rammler weiter. Eine große Chance sieht der Mobilitätsforscher beim Ridesharing. Durch das Matching von Angebot und Nachfrage, kann der Auslastungsgrad jedes Autos erhöht bzw. optimal genutzt werden.

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Gab den Besuchern viel Einblick in die mobile Zukunft: Prof. Dr. Stephan Rammler / Foto: Stadt Osnabrück Hermann Pentermann

Doch auf das eigene  Auto zu verzichten ist für viele nicht so simpel wie oft gesagt wird. „Osnabrück ist eine automobilorientierte Stadt“, so Rammler. „Vielen fällt es schwer aus der eigenen Komfortzone heraus zu kommen und auf die Ruhe und Ungestörtheit im eigenen Fahrzeug zu verzichten. Mobilität ist ein höchst emotionales Thema“, erläutert Rammler weiter. Der Umstieg vom eigenen Auto auf den ÖPNV gelingt dann, wenn dieser Vorteile gegenüber dem Individualverkehr aufzeigen kann. Eine Vorrangstellung für den ÖPNV ist für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung somit unumgänglich. Und auch der Radverkehr spielt eine immer größer werdende Rolle. „Es soll keinem Verkehrsteilnehmer etwas weggenommen werden. Niemand soll sich benachteiligt fühlen – im Gegenteil. Ein gesundes Zusammenspiel von Allen führt letztendlich zu einer vernünftigen Lösung auf den Straßen von Osnabrück“, sagt Frank Otte, Stadtbaurat der Stadt Osnabrück.

„Die momentane Verkehrskultur und die fehlende Rücksichtnahme ist zur Zeit noch ein großes Problem an dem wir gemeinsam arbeiten müssen.“

Prof. Dr. Stephan Rolfes, Vorstand Mobilität Stadtwerke Osnabrück AG

Als „Unternehmen Lebensqualität“ stehen die Stadtwerke Osnabrück als Infrastrukturdienstleister für eine ganze Region und haben es sich somit als Aufgabe gemacht Lebensqualität für Osnabrück und die Region zu erzeugen. Zusammen mit der Stadt Osnabrück ist man mit MOBIL>E ZUKUNFT auf dem richtigen Weg dorthin. „ Die Gesellschaft ist nur so gut, wie der öffentliche Raum, ist dieser schlecht, ist es auch die Gesellschaft“, äußert sich Rammler zu dem Thema. „Osnabrück als Modellregion für die nachhaltige Mobilität“, diesen Satz gibt Rammler den Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg.

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Viel mitnehmen konnten die Besucher des #MOBILITÄTSFORUM V im neuen #PROJEKTBÜRO / Foto: Stadt Osnabrück Hermann Pentermann

pfeil.JPG Wie hat es Ihnen auf unserem fünften #MOBILITÄTSFORUM gefallen? Stimmen Sie Prof. Rammler zu?

Categories: #MOBILITÄTSFORUM

2 replies »

  1. „Osnabrück als Modellregion für die nachhaltige Mobilität“ Dann gilt es auch neue Wege zu gehen und sich nicht auf der bisher gewöhnten Bequemlichkeit auszuruhen. Man darf der Bevölkerung ruhig etwas zu trauen. Wer keine neuen Wege geht, der kann nicht verlangen, dass Jemand, der etwas nicht kennt, es von Anhieb für gut befinden wird. Der Mensch ist von seinem Ursprung her faul und gibt sich schnell mit den Dingen zu frieden, wie sie sind. Es wird immer Positionen dafür und dagegen geben. Als Stadt ist es wichtig, einen Weg zu definieren, wohin es gehen soll und dementsprechend zu informieren. Der Bevölkerung muss durch Information und Erleben die Möglichkeit gegeben werden aufgrund von unterschiedlichen Positionen Entscheidungen zu treffen und nicht aufgrund von kurzfristig gedachter Favoritisierung und eigenen Bedürfnissen.

    • Hallo Frau Woltermann, ein interessanter Beitrag. Vielen Dank! Wir informieren seit dem 01.12. 2016 auf dem quartalsweise stattfindenden #MOBILITÄTSFORUM im Dialog mit Ihnen über die mobile Zukunft in Osnabrück. Das nächste #MOBILITÄTSFORUM wird am 12.04. 2018 stattfinden. Ort und Zeit werden demnächst bekannt gegeben.

      Ein Erleben machen wir am 23. September 2018 bei OSNABRÜCK HAT AUTOFREI. auf der Martinistraße möglich. Hier zeigen wir Ihnen vielfältige Alternativen zum Auto auf – diese können Sie dann auch direkt vor Ort testen.

      Wir hoffen, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten.

      Viele Grüße,

      Ihr Projektteam von MOBIL>E ZUKUNFT

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