#RADVERKEHR AUF EINEM NIVEAU

pfeil.JPG In der gestrigen Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses ist der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Beibehaltung des Hochbordniveaus bei künftigen Straßen- und Radverkehrsanlagensanierungen beschlossen worden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates der Stadt Osnabrück werden Absenkungen von Hochbordradwegen an Aus- und Zufahrten zukünftig nur noch in begründeten Ausnahmefällen angelegt. Hintergrund war die Beschwerde vieler RadfahrerInnen, dass das viele „Auf und Ab“ den Fahrkomfort beeinträchtige. Unter Sicherheitsaspekten ist dies ebenfalls sehr zu begrüßen, , da der motorisierte Individualverkehr während des Abbiegevorgangs durch den Höhenunterschied zum abbremsen gezwungen wird.

Der Antrag im Wortlaut:

  1. Bei künftigen Straßen- und Radverkehrsanlagensanierungen werden Absenkungen von Hochbordradwegen an Aus- und Zufahrten jeder Art nur in begründeten Ausnahmefällen angelegt. Die Verwaltung wird beauftragt dem Fachausschuss dafür einen Kriterienkatalog vorzulegen (z.B. Entwässerung, hohe Frequenzen oder fehlende Breite). Im Regelfall bleibt das Höhenniveau des Radweges zur Fahrbahn unverändert. Um ein- und ausfahrenden Fahrzeugen das Queren zu ermöglichen, werden abgeschrägte Randsteine eingebaut. Wo Rampen zu Hochbordabschnitten unvermeidbar sind, werden diese mit Neigungen von nicht mehr als 2 – 3 % angelegt. Neigungen, die schräg zur typischen Fahrtlinie verlaufen, sind auszuschließen.
  2. Die Querung untergeordneter Seitenstraßen erfolgt ebenfalls auf gleichem Niveau. Abweichungen davon sind dem Fachausschuss vorzulegen.
  3. Radverkehrsanlagen, die über Mittelinseln geführt werden, sind ebenerdig (Niveaugleich mit der Straße) anzulegen.
  4. Dieser Standard ist unverzüglich anzuwenden. Dem Fachausschuss ist darzulegen, wie die Anwendung bei bereits begonnen oder geplanten Vorhaben umzusetzen ist, z.B. beim noch ausstehenden Teil der Knollstraße.

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